UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V.

 

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 Aus der Arbeit einer UNESCO-Schule

 

 

 

 

Jahresbericht über die UNESCO–Arbeit der Bismarckschule Hannover

Schuljahr 2005/2006

PLZ: 30173

Schule/ Institution: Bismarckschule Hannover

Bundesland: Niedersachsen

Datum: 07.10.2006

3 Ausfertigungen dieses Jahresberichtes sowie seiner Anlagen sind am 10.10.2006 an die Regionalkoordination gegangen.

Jahresbericht bitte bis zum 15. September an den/die Regionalkoordinator/in schicken, Berichtszeitraum ist das zurückliegende Schuljahr.

1. Allgemeine Angaben zur Schule

 

Adresse:

An der Bismarckschule 5

30173 Hannover

Schulleiter/in:        

Herr OStD Johannes Brockmann

Telefon:                 

0511/168‑43456

Fax:                       

0511/168 41371

Email:                    

schulleitung@bismarckschule‑han.nibis.de

Homepage:          

www.bismarckschule.de
   

Führt von Ihrer Homepage ein Link auf die unesco‑projekt‑schulen‑Homepage?      Nein

Sind Ihre Schuldaten auf der unesco‑projekt‑schulen‑Homepage aktuell?      Ja

   
Schulform: Gymnasium
Anzahl der Schüler/innen: 1095
Anzahl der Klassen: 28 + Sek. II
   
Als unesco‑projekt‑schule anerkannt seit: Mai 1956
   
Besondere Unterrichtsangebote:

Bläserklasse

math‑nat Profil

Wahlpflichtbereich Kl. 7‑9

bilingual Sport, Ge, Ek, Pol, Italienisch ab KL. 11

(bes. Sprachenfolge, Spezialprofile etc.)

   
2. Mitarbeit im Netzwerk der UNESCO‑Projekt‑Schulen / ASP

 

Ansprechpartner/in für UNESCO‑Angelegenheiten: Dörte Kolbe (bis 2007)
Weitere verantwortliche Lehrer für UNESCO‑Arbeit: Frau Halstenberg, Herr Gudschun, Herr Fuchs, Herr Kronig, Herr Wehking, Herr Zwick, Frau Zinn
UNESCO-Club: Herr Voigt (ab 2008 als Stellvertreter: Stefan Schulze-Brüggemann)
Gibt es eine UNESCO‑AG? Ja
- Anzahl der Mitwirkenden in der UNESCO‑AG: 14  insgesamt
  - davon: 2 Lehrer, 12 Schüler, - Eltern, - Sonstige
Gibt es einen UNESCO-Club? Ja – UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am  Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. = UNESCO-Club Hannover
- Anzahl der Mitglieder? z.Zt. 15 + korrespondierende Mitglieder
- Anschrift: UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V.
Bismarckschule Hannover
An der Bismarckschule 5
D 30173 Hannover
FAX: 0511-168 41371
- Ansprechpartner für den UNESCO-Club Hannover e.V.:

Gerhard Voigt, OStR, Vorsitzender

Telefon privat: 05109-563281

Web-Site: http://www.unesco-club-hannover.de

    Geschäftsführer: Günter Fuchs, Bismarckschule Hannover

   
Beteiligung an Tagungen und Seminaren:
   

Vertreter/innen unserer UNESCO‑Projekt‑Schule waren beteiligt an

- der Jahrestagung:

Ja

- regionalen Treffen auf Landesebene:

Ja

- weiteren ASPnet Veranstaltungen:

 

  - europäisch ‑ arabischer Schülerworkshop im Libanon

(November 2005): 1 Schülerin, 1 Schüler

 

3. Aktivitäten der UNESCO‑Projekt‑Schulen / ASP

1. Regelmäßige Kontakte mit anderen Schulen:

Kurzname der Schule

ups?

ja/nein

Stadt/Land

Klasse/Stufe

Anzahl der

Beteiligten

Austausch im

Berichtsjahr?

ja/nein

5. Lyzeum

nein

Posen, Polen

Kl.10 - 12

16

ja

College Cassin

nein

Tours, Frankreich

Kl. 8

22

ja

MSAFIRI Medium Sch.

nein

Mbala, Tansania

Unesco-ag

---

nein

 

2. Schwerpunkte der UNESCO‑Projekt‑Schul‑Arbeit im Fachunterricht

  • Interkulturelles Lernen: Musik: Geschichte des Blues ‑ Sklavenverschiffung, Situation der Sklaven in den USA: Songs: Blues, Gospels, Spirituals, Raps. Texte und Lehrbuch: Musik um uns Kl. 9. Religionen der Welt, Kl. 7 mit Besuch einer Synagoge und einer Moschee. Rollenspiele in verschiedenen Klassenstufen und Fächern, vor allem Deutsch und Fremdsprachen

  • Eine Welt/Solidarität: besonders in der AG, Vorbereitung von Hilfsaktionen (z.B. Brillen für Peru, Basar, Sponsorenlauf), Unterrichtseinheit „Straßenkinder“ in Klassen 8 und 10 (Erdkunde, Werte und Normen), Peripherieländer in Asien und Südamerika in Sek. II

  • Menschenrechts‑/ Friedenserziehung: Politikunterricht nach Curriculum, Probleme der Sklaven und Aborigines in Australien im Englischunterricht Klassen 9 u. 10, Religion und Werte und Normen  in allen Klassenstufen

  • Weltkulturerbe: ./.

  • Agenda 21/Nachhaltige Entwicklung: Arbeit mit der AGENDA 21 Box der deutschen UNESCO ‑ Kommission, besonders in Kl. 5 und 6

  • UN‑System/UNESCO: AG Model United Nations (MUN), Teilnahme mit Schülerdelegation in Berlin und Den Haag

3. Schwerpunkte der UNESCO‑Projekt‑Schulen‑Arbeit außerhalb des Unterrichts:

  • Interkulturelles Lernen: Wir haben einen regen e‑Mail‑ und Briefaustausch mit unserer Partnerschule in Tansania, die wir im Frühjahr 2007 besuchen wollen.

  • Eine Welt/Solidarität: Spendenaktionen für unsere Projekte in Peru, Bolivien, Äthiopien und Tansania, Spenden für Erdbebenopfer in Pakistan

  • Menschenrechts‑/ Friedenserziehung: Aktionen zusammen mit amnesty international in mehreren Klassenstufen

  • Weltkulturerbe: Dieses Thema wird nur auf Klassen‑ oder Studienfahrten behandelt.

  • Agenda 21/Nachhaltige Entwicklung: Zusammen mit JANUN mit verschiedenen Themen

  • UN‑System/UNESCO: Infotafeln der UNESCO‑AG für die Schulöffentlichkeit

4. Schulprogramm

  • Hat Ihre Schule ein Schulprogramm? in Arbeit

  • Welche UNESCO‑Ziele sind darin verankert? Im Entwurf vorliegend: Menschenrechts‑ und Friedenserziehung, interkulturelles Lernen, Agenda 21 /nachhaltige Entwicklung, Eine Welt

  • Liegt das Schulprogramm dem Jahresbericht bei? Nein

  • Führt Ihre Schule spezielle Schulentwicklungs‑Aktivitäten durch? Die Klassenleiterteams der Jg. 5 bis 7 sind mit Schulentwicklung befasst.

3. Öffentlichkeitsarbeit

1. forum

Unsere Beiträge für das forum im abgeschlossenen Schuljahr: ./.

2. (Über)regionale Presse

In der (über)regionalen Presse sind im abgeschlossenen Kalenderjahr ungefähr 3 Artikel über die UNESCO‑Arbeit unserer Schule erschienen. Die Originale oder gute Kopien werden bis Ende Januar für das forum (Pressespiegel) an die Regionalkoordination geschickt.

3. Radio/TV

./.

4. Netzwerk ‑Informationen

Für das Netzwerk interessante Kontakte:

  • Erfahrungen mit Sponsoren: Verein der Eltern und Freunde der BS

Anregungen

  • zur Jahrestagung: nur einen Tagungsort wählen (Lübeck und Hamburg bei solch engem Programm war Stress)

  • zu regionalen Fortbildungen: die niedersächsischen sind perfekt

  • zum forum: ./.

  • Wünsche an die Regional‑ bzw. Bundeskoordination: Der niedersächsische. Regionalkoordinator Herr Rickert ist perfekt. Von der Bundeskoordination wünsche ich mir mehr Infos per e‑Mail.

 5. Anlagen

  • Folgende Anlagen sind beigefügt:

  • Zusätzliche Erläuterung zu Schwerpunkten der UNESCO‑Arbeit:  ja

  • UNESCO‑Schulprogramm:  nein

  • Photos, Flyer, Dokumentationen etc.: nein

  • Sonstiges: nein

gez.

Dörte Kolbe

 

Nachhaltigkeit unter dem Aspekt des 6. Internationalen Projekttages

Bestandsaufnahme der Arbeit an der Bismarckschule Hannover und der Versuch einer Prognose

Am Beginn der UN – Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ muss eine UNESCO‑Projekt‑Schule Bilanz ziehen und sich der Frage stellen, in welchem Umfang Schüler und Schülerinnen an der Bismarckschule „Kompetenzen lernen, die es ihnen ermöglichen, die Zukunft aktiv und verantwortungsvoll zu gestalten.“ (aus: Alexander Leicht, Deutsche UNESCO ‑ Kommission, Nachhaltigkeit Lernen – die UN – Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005‑2014)“ in Deutschland).

Reaktionen auf Thema und Motto

Dem Aufruf zur Teilnahme am 6. Internationalen Projekttag 2006 wurde ein Zitat aus der Internationalen Charta für Leibeserziehung und Sport der UNESCO aus dem Jahr 1978 vorangestellt: „Leibeserziehung und Sport sollen die Verständigung zwischen den Völkern und Einzelpersonen fördern und zu uneigennützigem Wettstreit, Solidarität, Brüderlichkeit, gegenseitiger Achtung und Anerkennung der unantastbaren Würde aller Menschen führen.“ Das Motto für den 6. Internationalen Projekttag der UNESCO‑Projekt‑Schulen lautete:

fit ‑ friedlich ‑ fair ‑ für eine Welt

und zur Erläuterung wurden vollmundige Ziele aufgeführt wie z. B. „Gleichstellung der Geschlechter fördern“ oder „gemeinschaftliche Werte verankern“. Auch Kofi Annan wurde mit einem Zitat aus dem Jahr 2002 bemüht: „Sport kann eine Rolle dabei spielen, das Leben von Einzelpersonen und ganzen Gesellschaften zu verbessern“.

Anders als die früheren Themen wie „Menschenrechte“, „Lebenselixier Wasser“ usw. ließ uns dieses ratlos. Natürlich wissen wir an der Bismarckschule, dass an sozialen Brennpunkten in Städten und Schulen auch in Deutschland und in Ländern besonders der südlichen Hemisphäre Sport gezielt als Mittel eingesetzt wird, um Aggressionen abzubauen und aufgestaute Wut in sportliches Fairplay umzusetzen, aber das sind weder die Probleme an einem Gymnasium noch die unserer Partnerschulen. Insofern war eine Annäherung an das Thema äußerst schwierig, zumal wir es als eine Verlegenheitslösung und leichte Wahl im „internationalen Jahr des Sports und der Leibeserziehung“ der Vereinten Nationen ansahen.

Es bestanden zwei weitere Gründe, die Umsetzung des Themas skeptisch einzuschätzen. Erstens befand sich die Bismarckschule im Jahr 2005 in der Vorbereitungsphase für ihr 100‑jähriges Jubiläum, das im September 2006 gefeiert werden sollte, und zweitens war die Bismarckschule zusammen mit der BBS 3 (Berufsbildende Schule 3) in Hannover auserwählt worden, die zentrale Veranstaltung zum, Projekttag auszurichten.

Vorbereitungen

Im Rahmen einer Projektwoche im Herbst 2005 zur Vorbereitung des Jubiläums befasste sich eine Projektgruppe mit Spielideen, die sowohl den Gedanken des Internationalen Projekttages berücksichtigen, als auch beim Sportfest während der Jubiläumswoche zur Anwendung kommen sollten. Die so gesammelten Spiele wurden getestet, und im April 2006 wurde in einem Wettbewerb zwischen den 5. Und 6. Klassen ein zehnköpfiges Schulteam ermittelt.

Den Beziehungen einiger Schülerinnen der Bismarckschule zum Verein Arminia Hannover ist es zu verdanken, dass ein wesentliches Problem ‑ die Bereitstellung eines ausreichend großen Sportplatzes – überaus kostengünstig und kooperativ gelöst werden konnte.

An der Bismarckschule wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich aus Schülern und Schülerinnen der UNESCO‑AG, den AG ‑ Leiterinnen Frau Halstenberg und Frau Kolbe und sechs Sportlehrern und ‑lehrerinnen zusammensetzte. Die BBS 3 wurde eingeladen, sich ebenfalls mit einer größeren Gruppe an den Vorbereitungen zu beteiligen, was allerdings aus Zeit‑ und Personalgründen nicht gelang, so dass zu den Arbeitssitzungen nur jeweils ein bis zwei Teilnehmer erschienen.

Die niedersächsischen und bremischen UNESCO-Projekt-Schulen waren aufgefordert, sich an der zentralen Veranstaltung am 23. Mai 2006 in Hannover mit einer ausgewählten Spielidee zu beteiligen und diese rechtzeitig per e‑Mail einzureichen, damit die Spielregeln, der Material‑ und Platzbedarf berücksichtigt werden konnten. Wie man sich denken kann, verlief diese Aktion eher schleppend, was die Vorbereitungen erheblich erschwerte. Die eingereichten „Spielkonzepte“ reichten von einer schlechten Kopie aus einem Spielebuch bis zu einer druckreifen Auflistung nicht nur der Spielregeln, sondern der Teilnehmerzahl, des Material‑ und Platzbedarfs und der angestrebten UNESCO‑Lernziele. Die Arbeitsgruppe entschied über die Zulassung der eingereichten Vorschläge.

Zentrale Veranstaltung

Trotz aller oben aufgeführten Probleme fand am 23. Mai 2006 ein fröhliches Spiel­- und Sportfest statt, an dem sich Teams aus 14 niedersächsischen und bremischen UNESCO-Projekt-Schulen beteiligten. Auf der Tribüne des Stadions von Arminia Hannover saßen alle „Bismärcker“ der Jahrgänge 5 bis 7 als Zuschauer, wenn sie nicht selbst an einigen Spielstationen ihre Geschicklichkeit ausprobierten, und die Big Band ' der Bismarckschule, die unter Leitung von Herrn Koenig für die musikalische Stimmung sorgte. Für die Zwischenansagen hatten wir unseren durch

die langjährige Leitung des Rudervereins geübten Kollegen Sielenkämper gewonnen.

Das Gymnasium Lüchow wurde für die beste Spielidee mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Resümee

Es muss zum Schluss nochmals betont werden, dass das Motto „Lebens(t)raum Sport ‑ fit ‑ fair ‑ friedlich ‑ für eine Weit“ in der Bismarckschule nicht mit dem UNESCO ‑ Gedanken und den UNESCO‑Zielen in Verbindung gebracht werden konnte und dass die Erläuterungen dazu als aufgesetzt erschien und in der Zielsetzung als überzogen beurteilt wurde. Vor dem Hintergrund weit verbreiteter Gesundheitsprobleme und Krankheiten wie Unterernährung, Malaria, Tuberkulose, AIDS u.a., die das Thema zu einem Projekttag hätten liefern können, erschien uns das gewählte Spiel‑ und Sportthema als eher nichts sagend. Eine Nachhaltigkeit wird somit von diesem Projekttag nicht ausgehen, es sei denn die, dass man zusammen mit anderen UNESCO‑Projekt‑Schulen einen fröhlichen Tag verlebt hat.

Bestandsaufnahme der UNESCO ‑ Arbeit

(teilweise bereits im Jahresbericht 200412005 enthalten und aktualisiert)

Schon lange ist die Nachhaltigkeit in Bezug auf die Umwelt ein wichtiger Aspekt bei der UNESCO‑Arbeit an der Bismarckschule Hannover. Seit Jahren gibt es ein Energiesparkonzept, und seit drei Jahren wird endlich auch der Müll getrennt. Bereits seit sechs Jahren werden Getränke nicht mehr in Dosen verkauft, sondern nur noch in umweltfreundlicher oder Mehrwegverpackung. Das ökologische Bewusstsein der Bismarckschüler müsste allerdings noch intensiver geschult werden.

Im Frühjahr 2004 wurde ein erheblicher Teil des asphaltierten Schulhofes entsiegelt und neu gestaltet, wobei Wert auf Begrünung mit unterschiedlichen Bäumen und Sträuchern gelegt wurde, und seit dem Schuljahr 2005 / 06 gibt es eine Garten AG, die sich der Pflege dieses neuen Schulhofes widmet.

Eine weitere Arbeitsgemeinschaft darf nicht unerwähnt bleiben, wenn es um

Nachhaltigkeit geht, und zwar hier die Menschenrechtserziehung und das

Interkultureile Lernen: die MUN AG, wobei MUN für Model United Nations steht. Bei

internationalen Treffen wie z.B. in Den Haag, Athen, Dublin oder Berlin werden

Vollversammlung und Teilkonferenzen der UNO von bis zu 2500 Schülern und

Schülerinnen aus aller Welt nachgespielt. Jede teilnehmende Schule vertritt dabei

ein ihr zugelostes Land. Die Verkehrssprache ist Englisch.

Msafiri English Medium School in Tansania

Seit Oktober 2004 hat die Bismarckschule eine Partnerschule in Tansania, die das Engagement in Bolivien, Peru und Äthiopien ergänzt. Wir unterstützen die MSAFIRI Medium School in ihrem Aufbau als Internatsschule mit Englisch als Unterrichtssprache und sponsern einen Jungen und ein Mädchen für den Zeitraum von sechs Jahren. Durch unsere stellvertretende Schulleiterin Karin Schibel haben wir von diesem Projekt Kenntnis erhalten, als ihre Freundin selbst diese Schule auf ihrem eigenen Grundstück aufbauen wollte. In der UNESCO‑AG waren wir der Meinung, dass dieses Projekt nicht nur förderungswürdig ist, sondern durch die persönliche Beziehung, die bereits jetzt auch durch e‑Mail ‑ Kontakt und den Austausch von. Briefen und Bildern besteht, besondere Aussicht auf Erfolg hat. Besonders die jungen Jahrgänge der 5. und 6. Klassen hoffen wir für dieses Projekt langfristig begeistern zu können. Es zeichnet sich ein großes Interesse der Schulöffentlichkeit ab, da die UNESCO‑AG Fotos, Zeichnungen und andere kleine Geschenke aus Tansania ausstellt. Somit hat dieses Projekt bereits jetzt einen hohen Stellenwert. Es wurde bereits ein hoher Bargeldbetrag auf den Weg nach Tansania gebracht. Ein besonderes Erlebnis im Sinne der Nachhaltigkeit wäre natürlich ein gegenseitiger Besuch von Schülern und Schülerinnen. Da es bereits persönliche Kontakte gibt (s.o.), scheint ein solcher Besuch durchaus möglich zu sein, wenn der Schulbetrieb an der Msafiri Medium School ohne Komplikationen läuft. Eine solche Begegnung wird zur Zeit auf beiden Seiten vorbereitet, um die Beziehung langfristig auf eine partnerschaftliche Basis zu stellen. Es muss sich ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten entwickeln. Wir hoffen, dass neben Frau Schibel, Frau Kolbe und Frau Halstenberg vier Schüler und Schülerinnen der UNESCO‑AG in den Osterferien 2007 nach Tansania reisen können. Der Verein der Eltern und Förderer der Bismarck­schule hat eine finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt.

Hilfestellung bekommen wir u.a. von der Heinrich‑Nordhoff‑Gesamtschule in Wolfsburg, die unter Leitung von Annette Hunke seit einigen Jahren einen Austausch mit Tansania hat. Unsere beiden Partnerschulen liegen in der gleichen Region in Tansania, so dass sogar eine gemeinsame Reise denkbar wäre.

Prognose

Ein Schwerpunkt für die Zukunft wird der europäisch‑arabische Dialog sein. Zunehmender Fundamentalismus, Kopftuchstreit einerseits und wachsende Intoleranz muslimischen Mitbürgern und Schülern gegenüber andererseits machen diesen Dialog notwendig. Ich habe vom 28. 6. bis 3.7.04 an dem deutsch ‑arabischen Seminar für Koordinatorinnen und Lehrkräfte der UNESCO-Projekt-Schulen und katholischen Schulen in Bonn teilgenommen. Im November 2004 waren zwei Schüler/innen der Bismarckschule am Workshop während der Regionaltagung in Göttingen beteiligt. Im Mai 2005 fand ein Seminar der u‑p‑s Koordinatoren aus Niedersachsen und Bremen in Beirut, Libanon, statt, an dem ich teilgenommen habe, und im Juli ein weiterer Schüler ‑ Workshop an der Bismarckschule Hannover. Dieser diente der Vorbereitung des Schüler‑Workshops, der vom 12. bis 20. November 2005 in Tripoli, Libanon, mit Schüler/innen aus Libanon, Palästina, Jordanien und eventuell dem Irak stattfand. Leider haben die politischen Ereignisse im Libanon im Sommer dieses Jahres diesen Dialog unterbrochen. Die Bismarckschule wird zusammen mit den niedersächsischen UNESCO-Projekt-Schulen die Bemühungen um diesen Dialog fortsetzen.

Auch die Schulpartnerschaft mit dem 5. Lyzeum in Posen, Polen, die seit über 25 Jahren besteht, muss unter der Oberschrift Nachhaltiges Lernen erwähnt werden. Hier begegnen sich jedes Jahr junge Menschen vor dem Hintergrund einer schwierigen gemeinsamen Geschichte und lernen, miteinander die Zukunft zu planen und Vorurteile abzubauen.

All die gewachsenen Projekte und Beziehungen stehen auf einer soliden Grundlage und werden auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden, sei es in der UNESCO‑AG, sei es während der Projekttage oder Sonderaktionen. Vieles geschieht auch im Rahmen des Fachunterrichts am Gymnasium wie z.B. Unterrichtseinheiten zu den großen Weltreligionen mit Besuchen einer Synagoge und einer Moschee, zum Problem der Straßenkinder in Lateinamerika oder der Kinderarbeit in Peripherieländern.

Wünschenswert wäre eine verstärkte Umweltarbeit an der Bismarckschule. Im Projektunterricht der 10. math‑nat‑Klassen werden in diesem Halbjahr alternative Energieformen untersucht, und meine Hoffnung als UNESCO‑Koordinatorin der Bismarckschule besteht darin, Kollegen und Schüler zu einer Präsentation ihrer Ergebnisse in der Schulöffentlichkeit zu bewegen.

Darin sehe ich nämlich die größte Schwierigkeit: Das Kollegium arbeitet engagiert an allen UNESCO‑Themen, aber es wird seit Jahren zu wenig darüber berichtet. Ein neuer Ansatz ist allerdings in der Arbeit junger Kollegen und Kolleginnen und der jungen Schülerjahrgänge 5 bis 7 erkennbar. Es finden sich häufiger Ausstellungen im Schulgebäude und spontane Klassenaktionen, die eine Erziehung zur Nachhaltigkeit erkennen lassen. Auf Anregung einer Schülerin werden demnächst Brillen für Peru gesammelt werden. Um das Paketporto zu finanzieren, wird es eine Kuchenaktion geben.

Meine Sorge gilt weniger einem nachlassenden Engagement als viel mehr den Konsequenzen aus den zunehmenden äußeren Zwängen. Durch die immer höheren Klassenfrequenzen, die steigenden Unterrichtsverpflichtungen und erhöhte Anforderungen durch das Zentralabitur werden eventuell sowohl Kollegen als auch Schüler weniger Bereitschaft für außercurriculare Aktivitäten aufbringen. Diese Gefahr sehe ich verstärkt, sollten die kleinen Vergünstigungen, mit denen die Behörde unsere Arbeit würdigt, wie z.B. Dienstreisen zu Regional‑ und Jahrestagungen und eine gewisse Entlastung von Unterrichtsverpflichtungen gestrichen werden. Dieser Entwicklung versuche ich vorzubeugen.

gez. Dörte Kolbe

Ansprechpartner/in für UNESCO‑Angelegenheiten der Bismarckschule Hannover

(durchgesehen im März 2007 und mit Hinweisen auf den UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. ergänzt von Gerhard Voigt, Bismarckschule Hannover, zur Verwendung durch den UNESCO-Club.)

 


 

Berufsbildende Schule 3

der Region Hannover

Schule für Berufe am Bau

 

im Netzwerk der

 6. Internationaler Projekttag der unesco ‑ projekt ‑ schulen ,

fit – friedlich – fair – für   eine Welt

 

Die Internationalen Projekttage der unesco‑projekt‑schulen sind aus einer Solidaritätsaktion am 26. April 1996 – 10 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl – hervorgegangen. Seitdem haben sie u.a. „Menschenrechte“ und „Wasser“ zum Thema gehabt. In diesem Jahr soll der Sport das gemeinsame verbindende Thema sein, da die Vereinten Nationen das Jahr 2005 zum „internationalen Jahr des Sports und der Leibeserziehung“ ernannt hatten. Die Bismarckschule und die BBS 3 in Hannover laden ein zu der zentralen Sportveranstaltung der unesco‑projekt‑schulen in Niedersachsen und Bremen unter dem Motto

„Spiele ohne Grenzen“

am 23. Mal 2006, 11.00 bis 15.00 Uhr

im Stadion von Arminia Hannover

2006 findet in Deutschland die Fußballweltmeisterschaft statt und wir veranstalten einen zentralen Sporttag. Zusätzlich zu dem Wettkampfcharakter legen die unesco‑projekt‑schulen noch andere Schwerpunkte. Wir wollen Spiele auch nach Unterhaltungswert, Kreativität, Geschicklichkeit oder ihrer integrativen Qualität beurteilen. Wir wollen an diesem Projekttag mit internationalen Spielen die Gesundheit fördern, eine Kultur des Friedens schaffen, fair play in Sport und Spiel erfahren und zur Verwirklichung der international vereinbarten Entwicklungsziele beitragen, z.B. durch fairen Handel mit Sportartikeln. Am 23. Mai werden Schüler/innenteams, aus den niedersächsischen und bremischen u‑p‑s ihre Spielideen vorstellen und in fairem Wettstreit gegeneinander antreten.

Für die Finanzierung unserer langjährigen Partnerschaftsprojekte in Afrika und Lateinamerika sowie die entstehenden Kosten für die Organisation bitten wir Sie sehr herzlich, diese Veranstaltung als Sponsor zu unterstützen.

gez.

Manfred Huschka                                                   Johannes Brockmann

(Schulleiter der BBS 3 Hannover)                             (Schulleiter der Bismarckschule Hannover)

 

Bankverbindung: UNESCO‑Club Hannover,

Kto. Nr. 597 112 bei Sparkasse Hannover BLZ 250 50180

Es besteht Werbemöglichkeit während der Veranstaltung.

 

   

   

 

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UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V.
http://www.UNESCO-Club-Bismarckschule.de
http://www,UNESCO-Club-Hannover.de
An der Bismarckschule 5. D 30173 Hannover
Verantwortlich: Gerhard Voigt, OStR, bismarckschule.voigt@gmx.de

Bearbeitungsstand: 01.05.2008