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3. Das galizische Judentum vor der ersten polnischen
Teilung
Aufgrund ihrer Herkunft standen die Juden des
osteuropäischen Raumes in enger Beziehung zu Mitteleuropa. Sieht man von einer
ganz dünnen jüdischen Bevölkerungsschicht ab, die vielleicht schon seit dem
10. Jahrhundert vom Chazarischen Reich her die weiten Landstriche des politisch
noch ungeformten europäischen Ostens überzog, so erfolgte die wesentliche
Welle der Einwanderung aus dem böhmischen und deutschen Ländern seit der Zeit
der mitteleuropäischen Judenverfolgungen in der Epoche der Kreuzzüge. Der
Kosakenaufstand von 1648 brachte über die Juden eine Verfolgungswelle von noch
nicht dagewesenen Ausmaß. Vor diesem Hintergrund erhoben sich messianische Bewegungen, die ihre Kraft gerade
aus dem Kontrast zogen, den die völligpreisgegebene, unsichere Existenz mit den
mystischen Heilserwartungen einer messianischen Zukunft bildete. Die Anhänger
des „Messias“ Sabbatai Zwi traten gleichsam eine Flucht nach vorne an, um
ihrer hoffnungslosen Lage zu entrinnen. Untergeänderten Umständen konnte die
Frankistenbewegung des 18. Jahrhunderts dieses chiliastische Element des jüdischen
Messianismus noch einmal mobilisieren; verworrene Gedanken von einer überkonfessionellen
Religionsstiftung, wie sie dem Zeitalter der Aufklärung entsprachen, und eine,
oft allzu menschliche Züge tragende Scharlatanerie des Führers der Bewegung,
Jakob Frank (1726-1791), vereinten sich zu jenem seltsamen Syndrom der
Verunsicherung jüdischer Existenz, das in der Lemberger Disputation zwischen
Frankisten und orthodoxen Juden (1759) gipfelte und mit dem Übertritt etlicher
Familien zum Christentum nach dem Vorbild des Führers endete. Nur einem ganz
oberflächlichen Betrachter konnte das polnische Judentum, dessen extreme Gefährdung
am Beispiel der Teilerfolge des Frankismus sichtbar wurde, als Einheit
erscheinen. Auch die Kernschichten der jüdischen Bevölkerung waren von
tiefgreifenden sozialen und dementsprechend religiös-ideologischen
Differenzierungsprozessen erfasst worden.
4. Chassidismus
Die Juden in Galizien rückten Anfangs des 18. Jh.
mehr und mehr von der strikten Talmudlehre ab und wandten sich mit grosser
Intensität der Kabala und der messianischen Lehre zu. So nahm die beinahe
volkstümliche Bewegung des Chassidismus ihren Anfang, bevor sie sich nach Polen
ausbreitete.
Die jüdische
Bevölkerung schien wirtschaftlich dem Untergang geweiht.
In dem Pseudo-Messias Sabbatai Zwi suchte man in dieser Situation Erlösung.
Dieser brachten jedoch nur entsetzliche Enttäuschung. Die eigentliche
befreiende schöpferische Tat kam von den Juden selbst. Es entstand eine religiös
gesellschaftliche Selbstbefreiung aus den Tiefen des nationalen Lebens - der
Chassidismus. Die Juden erkannten ihre Resignation und mobilisierten ihrer
letzten Kräfte. Durch die Sehnsucht nach Überwindung der furchtbaren
gesellschaftlichen Not entstand der Chassidismus. Im Gegensatz zum zeitgenössischen
Rabbinismus predigte diese neue Bewegung religiöses Gefühl und Gleichheit.
Auch der Unwissende wird durch die Stärke seines Gefühls ein
Gleichberechtigter. Im Chassidismus lässt sich der Gedanke der Demokratie in
geistiger und ökonomischer Hinsicht feststellen. Es entstehen hier nicht übersteigerter
Intellekt und Wertung eines Juden nach seiner Gelehrsamkeit im Vordergrund wie
im Rabbinismus, sondern man setzt prinzipiell auf das jedem zugängliche religiöse
Gefühl und die Intention (Kawwana). Der radikale gesellschaftliche
Demokratismus zeigte sich bei den ersten Führern, den Zaddikim. Rabbi Israel
Baalschem tov (ca. 1700 -1760) war der Schöpfer der Bewegung und widmete sich
mit Vorliebe Ungebildeten und Armen aus dem Volk. Damit schuf er sich den Weg
zum Herzen des Volkes. Er passte seine Sprache und sein Lebensgefühl ihren
Neigungen an. Die Nächstenliebe zum Volk stand im Vordergrund. Der Zaddik repräsentierte
den Typus des autonomen Führers und entspricht so dem Charakter des
Chassidismus als einer autonomen Gemeinschaftsbildung. Er wird aufgrund seiner
Begabung zum Führer und ist das Gegenteil eines falschen Messias. Dieser will
die Erlösung jedes einzelnen selbst vollziehen.
Eine weitere
Erscheinung des Chassidismus aus gesellschaftlicher Struktur ist, dass sie nicht
wie in der Mystik des Abendlandes oder der Kabbala einzeln zurückgezogen und
ganz in sich gekehrt leben, sondern ihre Religion in der Gemeinschaft
verwirklichen. Der innere religiöse Zusammenhang, der zwischen der Idee der
Gemeinschaft und der chassidistischen Religiosität besteht, wird in der
Antwort, die der Chassidismus auf die Frage nach der Möglichkeit religiöser
Erkenntnis gibt, deutlich: Gott erkennen, ist Gott in der Welt verwirklichen.
Deshalb spielt die Freude als Verwirklichung dieser Art religiöser Erkenntnis
eine so große Rolle im Chassidismus.
Der
Chassidismus, als Antwort auf politische wie wirtschaftliche Unterdrückung in
Galizien und Rußland, war eine Bewegung die das religiöse Leben über das
weltliche stellte. So war es möglich die harte Gegenwart zu vergessen, um sich
in eine Art Traumwelt zu begeben, in der man mit Gott vereinigt werden konnte.
Eine Bewegung, die den jüdischen Glauben nicht verändern, sondern wieder neu
beleben wollte. Als sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts mehrere tausend Juden,
unter ihnen viele Chassidim, entschlossen ihre bisherigen Heimatländer zu
verlassen, um in Ländern wie den Vereinigten Staaten oder Palästina eine neue
Existenz aufzubauen, entstand ein gewisser Konflikt innerhalb dieser Bewegung.
Einerseits war das Heilige Land das Land der Väter, das Land der Offenbarungen
Gottes, das Zentrum des Judentums wo die chassidische Idee ihre höchste Stufe,
die geistige Einheit mit Gott, erreichen kann. Andererseits waren einige
chassidische Rabbiner gegen die Auswanderung nach Palästina, weil dort der
Einfluss zionistischer Gruppen immer größer wurde, die Palästina eher als
nationale Heimstätte, denn als religiöses Ursprungsland empfanden, und somit
im Widerspruch zu den Chassidim standen. Ein weiteres Argument welches sie anführten,
war ein Hauptprinzip des Chassidismus, nämlich die Verneinung des Seienden, es
war demnach gar nicht nötig auszuwandern; die Erlösung komme von Gott.
Mit dem Niedergang des
Chassidismus verliert dieser auch seinen demokratischen Charakter. Dies drückt
sich am stärksten in der Veränderung der Bedeutung des Zaddiks aus. Die Kluft
zwischen ihm und der Masse wurde immer größer und zwar wohl in geistiger wie
in wirtschaftlicher Hinsicht. Der Zaddik wird zum Mittler, und er ist im Besitz
ganz besonderer, dem Volke ansonsten unzugänglicher Eigenschaften. Seine
Konstitution ist qualitativ prinzipiell verschieden von der des Volkes. Diese
Kluft drückt sich auch in seiner wirtschaftlichen Situation aus. Der Zaddik
wird wohlhabend und gibt sein Geld nicht dem Volk, sondern steckt es in seine
eigene Tasche. Für einen Rat an andere Menschen verlangt er reichlich Geld.
Trotz persönlicher Anspruchslosigkeit umgibt ihn ein fürstlicher Hof. Außerdem
basiert der Beruf des Zaddiks nicht mehr auf Freiwilligkeit, sondern wird
vererbt. Mit dem neuen Typus von Zaddik war aber das ursprüngliche
gesellschaftlich-religiöse und revolutionäre Prinzip des Chassidismus verloren
gegangen.
5. Das Ostjudentum – das Westjudentum
Der überwiegende
Teil der Westjuden versuchte seit etwa 1800, in das deutsche Bürgertum
aufzusteigen. Bedingung der Integration war dabei die Assimilation, d.h. die
Anpassung an die Lebensweise des Bürgertums in Kleidung und Sitten, in
Ausbildung und Beruf, Familienleben und Freizeit. Die meisten Juden gehörten
bald mit Handwerksberufen wie Schneider, Trödler oder Buchhändler zum Kleinbürgertum,
aber einer Minderheit gelang aber der Aufstieg ins Großbürgertum. Sie
erwarteten, dass sie im Gegenzug zu ihrer Anpassung an die Lebensweise der
Deutschen auch als Deutsche akzeptiert würden.
Nach dem
Ersten Weltkrieg kamen zunehmend Juden aus Polen nach Berlin und Wien, um der
Armut im ostjüdischen Schtetl zu entkommen. Sie brachten eine Lebensweise in
die großen Städte, die von den Westjuden schon längst abgelegt worden war.
Nach ihrer Ankunft lebten sie in der Regel unter ärmlichsten Umständen,
behielten aber zunächst ihre Sitten und Bräuche bei. Innerhalb des
Westjudentums riefen die einwandernden Ostjuden riefen innerhalb des
Westjudentums eine tiefe Spaltung hervor, weil sie für die Deutschen das alte
Judenbild wiederbelebten. Mit Kaftan, wallendem Bart und Schläfenlocken,
jiddischer Sprache, in Armut lebend und ohne Ausbildung auch ohne große
Zukunftshoffnungen, entsprachen sie dem Klischee, das die Westjuden durch
Assimilation abstreifen wollten. Da die meisten 'Krawattenjuden' glaubten, dass
dem Antisemitismus durch Assimilation der Boden entzogen würde, fühlten sie
sich durch die 'Kaftanjuden' in ihrer Existenz bedroht. Innerhalb des Judentums
entstand also ein tiefer Gegensatz zwischen 'Krawatten-' und 'Kaftanjuden'. Spätestens
mit dem Nationalsozialismus stellte sich aber heraus, dass es ein tragischer
Irrtum der Westjuden war zu glauben, durch Assimilation würden sie auf Dauer
als gleichberechtigte Bürger anerkannt. Abgesehen von Warschau und einigen
anderen größeren Städten mit hohem Anteil an Juden lebten die meisten Juden
in Polen im sog. Schtetl. Obwohl die Armut groß ist und gegen Ende des 19.
Jahrhundert die Zahl der Pogrome zunimmt, entwickelt sich eine reiche und vielfältige
Kultur, die vor allem in der spezifisch osteuropäischen Ausformung des
Judentums im Chassidismus wurzelt.
Unter den Ostjuden war die Frömmigkeit besonders groß.
Eine wichtige Institution war das Bethaus, in dem sich die Männer zu Gebet und
Studium trafen. Um die notwendige Zahl von mindestens zehn Betern zu versammeln,
klopfte morgens der sogenannten "Schammes" an die Fensterläden. Zum
Gebet legte man einen besonderen Mantel (Tallit) und die Gebetsriemen (Tefillin)
an und trug am Arm und an der Stirn jeweils eine lederne Kapsel, in die vier
Bibelstellen eingeschlossen waren.
Das Zentrum
der ostjüdischen Gemeinde bildeten die Rabbiner. Sie waren gelehrte Männer,
die wegen des Bibel- und Talmudstudiums, mystischer Erkenntnisse und persönlicher
Ausstrahlung als Vermittler zwischen Gott und seinem Volk galten. Sie wurden zur
Taufe und zur Hochzeit eingeladen und bei jeder wichtigen Entscheidung befragt.
Sie schlichteten Streitigkeiten beim sog. "Bet Din", dem jüdischen
Gericht. Manche Rabbiner galten als Wundertäter. In ihrer besonders engen
Beziehung zu Gott wurde ihnen die Fähigkeit zugeschrieben, Kranke zu heilen und
die Ungerechtigkeit der Welt wieder ins rechte Lot zu bringen. Insbesondere die
Wunderrabbis wurden zum Ziel tausender von Wallfahrern, da man sich von ihnen
Hilfe in allen Lebenslagen erhoffte. Sie waren aber v.a. als Weise berühmt, die
ihre mystischen Einsichten in einfachen Geschichten ausdrückten. Der
Chassidismus ist daher besonders reich an Erzählungen und Sprüchen, die den
Juden bei der Bewältigung ihrer Not halfen und sie an den kabbalistischen
Spekulationen der Rabbiner auf verständliche Weise teilnehmen ließen.
Die
Schtetl-Juden waren in aller Regel arm. Nur wenige besaßen Land, um sich wie
die polnischen Bauern ernähren zu können. In den größeren Städten hatte die
Industrialisierung schon eingesetzt und gab den Juden Arbeit, aber im Schtetl
war es schwierig, eine dauerhafte Arbeit zu finden. Typische Berufe waren etwa
Lastträger, Wasserträger oder Kleinhändler. Dazu kamen der schon genannte
Schammes, der Melamed, d.h. der Lehrer, der Schadchen, also der
Heiratsvermittler, und vor allem die Musikanten (Klezmorim). Sie durften in
keinem Schtetl fehlen, gehörten doch Fest, Musik und Tanz, z.B. bei Hochzeiten,
zu den wichtigsten Äußerungsformen der Chassidischen Religiösität. Dabei fühlte
der fromme Jude, dass er trotz allen Leidens Gott nahe war.
6. Der Aspekt: Sitten, Bräuche und Zusammenleben
Sitten und Bräuche
der polnischen Juden bildeten sich unter den Bedingungen einer zunehmenden
Isolierung der jüdischen Bevölkerung von ihrer Umgebung heraus, unter anderem
infolge der bewussten Politik sowohl der katholischen Kirche als auch der
Synagogen.
In den Judenvierteln
bildete die Synagoge das Zentrum der gemeinschaftlichen und religiösen Lebens
der Juden. In den meisten Gemeinden
war sie nicht nur der ort, an dem zweimal täglich Gebete gesprochen wurden,
sondern auch der Versammlungsraum der Männer. In größeren Städten wurden
besondere Gebäude, die Judenrathäuser, errichtet, in denen es gewöhnlich ein
Gefängnis für verurteilte Schuldner, Diebe, Randalierer und Personen gab, die
die rituellen Vorschriften übertreten hatten. Neben der Synangoge standen
Schule, das Spital, das Badehaus und ein gesondertes Bad, die Mikwa für die
Frauen. Da die Judenviertel räumlich begrenzt waren, wurde die Raumnot mit
zunehmender Einwohnerzahl immer größer. In den Häusern wohnten mehrere, bis
zu ein Dutzend, Familien, die in winzigen Räumen nur durch schäbige Vorhänge
voneinander getrennt waren. Nur die Reichsten besaßen eine Wohnung mit mehreren
Räumen, während die Ärmsten im Kellergeschoss oder unter dem Dach wohnten. In
den Häusern der Juden gab es mehr Geschirr als in christlichen Haushalten, da
nach dem Ritual für Fleischgerichte andere Gefäße benutzt wurden als für
Milchspeisen. Der Lebensablauf änderte sich bei den Juden an Samstagen und
feiertagen. Am Samstag gingen die Erwachsenen morgens in die Synagoge, dann
setzte man sich an den reich und üppiger als gewöhnlich gedeckten Tisch.
Nachmittags studierte der Hausvater die Bibel oder den Talmud und die Frauen
lasen Liebesromane oder die mit Legenden und Geschichten durchflochtene Biblia
pauperum. Die wichtigsten Feste waren Jom Kippur (Versöhnungstag), Sukkot
(Laubhüttenfest), Pessach (Passah-Fest), Chanukka (Fest der Wiederweihe des
Tempels), Rosch hasch-schana (Neujahrsfest) und Purim (Losfest). Diese feste können
nicht nur als Quelle religiöser Erbauung und mystischen Erlebens angesehen
werden, sondern auch als ein wesentliches Element der gesellschaftlichen
Gemeinsamkeit. Die jüdischen Feste enthielten gleichermaßen sakrale Elemente
und Elemente der Tradition als auch ethische und historische Elemente. Die Feste
trugen zur Entwicklung verschiedener formen des künstlerischen Ausdrucks der ästhetischen
Sensibilität bei. Sie erforderten Musik, Gesang und auch einen entsprechenden künstlerischen
Rahmen.
Die Geburt eines
Kindes und die Beschneidung eines Sohnes wurden in den jüdischen Familien sehr
feierlich begangen. Das Wochenbrett wurde geschmückt und den Gästen wurden
Leckereien und Wein angeboten. In der Nacht vor der Beschneidung des
Neugeborenen wachten die Frauen im Zimmer der Mutter, nicht nur sie zu pflegen,
sondern auch, gemäss der Überzeugung in der Zeit der Kabala, um das
Neugeborene vor dem Einfluss von Hexen und bösen Geistern zu schützen.
Bis zum
dritten Lebensjahr wurden die Jungen ausschließlich von den Eltern
erzogen, vom vierten Jahr an übernahm die Schule einen Teil der
Erziehungspflichten. Die Mädchen blieben bis zu ihrer Verheiratung zu Hause und
bereiteten sich auf ihre Rolle als künftige Hausfrau vor. Für die Mädchen
wurden mit zwölf und für die Jungen mit dreizehn Jahren besondere
Feierlichkeiten zum Abschluss der Kindheit veranstaltet. Besonders feierlich war
für die Jungen Bar Mizwa, der Moment, da sie als Dreizehnjährige erstmals
zusammen mit den Erwachsenen an den gemeinsamen gebeten in der Synagoge
teilnahmen.
Ehen wurden sehr früh
geschlossen. Die jungen Männer heirateten meist mit 18 Jahren und die Mädchen
zwischen den 12. und dem 14. Lebensjahr. Die Ehe wurde ausschließlich durch
einen Heiratsvermittler, dem Schadchan, geschlossen. Die betroffenen wurden
meist gar nicht gefragt.
In der öffentlichen
Meinung der Christen herrschte in der Zeit der Aufklärung die Ansicht, das
Eheleben der Juden sei mustergültig., während unter den Juden laut wurde, dass
die Ehen in zu jungem Alter geschlossen würden.
7. Zukunftsaussichten mit dem Standpunkt von heute
Nach dem Holocaust war
es kaum noch möglich irgend eine Form zu finden, an der ein jüdisches Leben
aufgebaut werden konnte. Die wenigen polnischen Juden, die überlebt haben,
versuchten in den Jahren zwischen
1946 und 1957 nach Israel auszuwandern. Heute gibt es etwa noch 10 000 Juden in
Polen, der größte Teil lebt in Warschau und Krakau. Die Beziehungen Polens mit
Israel lässt vielleicht wieder auf bessere Beziehungen zwischen der polnischen
Bevölkerung und den Juden hoffen. Allerdings sollte dabei nicht der
geschichtliche Hintergrund vernachlässigt werden. Vielleicht wären Zugeständnisse
die angebrachteste Lösung.
8.
Anhang
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